CBD auf der Haut - Bringt's was?

Etwa drei Kilogramm schwer und bis zu zwei Quadratmeter gross: Na, von was ist die Rede? Okay, der Titel verräts schon, wir sprechen heute über die Haut. Sie übernimmt eine wichtige Schutzfunktion für unseren Körper und bildet die Barriere zwischen uns und schädlichen Umwelteinflüssen. Kaum ein Körperteil verändert sich so oft wie die Haut. Da sie sich etwa einmal im Monat komplett erneuert, ist eine konstante Pflege sehr wichtig. Produkte für die Hautpflege gibt es viele und vor lauter Fremdwörter versteht man oft die Werbungen gar nicht mehr. CBD ist der neuste Kassenschlager in der Beautyindustrie und wir fragen uns, ob der Hype gerechtfertigt ist.

CBD und CB2 – Wie soll das funktionieren?

Phytocannabinoide, wie CBD, interagieren mit verschiedenen Rezeptoren des menschlichen Endocannabinoidsystems. Dieser Teil des Nervensystems hat Zugang zu Rezeptoren im ganzen Körper. Sogenannte CB1-Rezeptoren finden sich im Gehirn und im Rückenmark. CB2-Rezeptoren sind im restlichen Körper verteilt, so auch in der Haut. CBD kann also direkt vor Ort agieren.

Mehr Schein als Sein?

CBD kann erwiesenermassen mit dem Körper und spezifisch auch mit der Haut interagieren. Und hier hat der gesicherte Wissensstand leider auch schon seine Grenzen erreicht. Wissenschaftliche Studien sind immer noch rar. Wie kommt es dann, dass CBD in so vielen Hautpflegeprodukten auftaucht? Nun, weil Cannabis jahrelang kriminalisiert wurde, ist der Forschungsstand unterentwickelt. Nichtsdestotrotz sind die vorhandenen Studienergebnisse sehr vielversprechend und unterstützen den Kanon der Erfahrungsberichte. Was dürfen wir denn schon erahnen?

Was bisher geschah

  • CBD scheint ein verlässliches Antioxidans zu sein. CBD kann freie Radikale ausschalten und Zellen schützen. Freie Radikale? Das sind Zwischenprodukte unseres Körpers, die sich in unseren Zellen ablagern. Sie versetzen unser Gewebe in Stress und Antioxidans wie CBD sorgen für Ruhe in den Zellen.
  • CBD zeigt entzündungshemmende Eigenschaften. Eine Vielzahl von Hauterkrankungen werden durch Entzündungen verursacht und CBD scheint hier eine beruhigende Rolle zu spielen.
  • Wenn es topisch (äusserlich) angewendet wird, hemmt CBD die Talgproduktion. Zudem spendet es Feuchtigkeit und glättet raue Stellen.

Keine schlechte Bilanz. Gerade bei Akne zeigt CBD gute Ergebnisse. Eine gehemmte Talgdrüsenproduktion in Kombination mit entzündungshemmenden Komponenten können das Hautbild nachhaltig verbessern. Auch bei trockener Haut, wie sie zum Beispiel vermehrt in den Wechseljahren vorkommt, kann CBD helfen.

CBD-Öl kann pur auf die betroffenen Stellen aufgetragen oral eingenommen werden. Wichtig sind eine regelmässige Anwendung und eine zurückhaltende Dosierung. CBD braucht Zeit und Geduld. Wenn du genauere Angaben zu einer sorgfältigen Dosierung möchtest, können wir dir unseren Beitrag zur «CBD Dosierung» empfehlen.

Diagnose aka Kurzversion

CBD für die Hautpflege scheint doch ein wenig mehr Sein als Schein zu sein. Bei trockener Haut, vereinzelten Rötungen oder Akne ist CBD einen Versuch wert. Je nach Beschwerden, kann CBD-Öl äusserlich oder innerlich angewendet werden. Gefragt sind Geduld und Disziplin. Wer an schwerwiegenden Hautproblemen oder vermehrt an Allergien leidet, sollte vor einer Anwendung unbedingt mit einer Dermatologin oder einem Dermatologen sprechen. Wir jedenfalls bleiben dran und wälzen auch weiterhin die neusten Studien, um euch auf dem Laufenden zu halten.

Bald wieder – Grünkraft checkt the Facts!


Noch eine Schicht tiefer gehen?

DailyCBD – CBD und Hauterkrankungen
für meine Haut – Wie wirkt CBD Öl auf die Haut und den Körper?
Weedin – Hilft CBD bei Akne?
Oláh, Attilah. Cannabidiol exerts sebostatic and anti-inflammatory effects on human sebocytes. The Journal of Clinical Investigation. 2014.


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